Team Mensch-Hund - Wissenswertes über die Therapiehundeausbildung

Hunde haben einen positiven Einfluss auf den Menschen. Dies wird umfassend von wissenschaftlichen Studien belegt und bildet somit den Grundstein der Therapiehundeausbildung. Therapiebegleithunde begleiten den Menschen in den unterschiedlichsten pädagogischen und therapeutischen Arbeitsbereichen. Allein die Anwesenheit eines Hundes kann die therapeutischen Maßnahmen positiv beeinflussen. Auf diese Weise unterstützen bereits zahlreiche Hunde die therapeutischen Fachkräfte in ihrem beruflichen Alltag und helfen Menschen dabei, dass sie sich in ihrer Umgebung zurechtfinden. 

Der Einsatz von Therapiebegleithunden erfolgt in Praxen, verschiedenen Institutionen oder dem Privatbereich der Klienten. Doch nicht jeder Hund ist für diese spezielle Ausbildung geeignet. Entscheidend sind hier ein stabiles Nervenkostüm und eine hohe Toleranz gegenüber den verschiedenen Reizen des Arbeitsumfeldes. Der Hund sollte eine besondere Freude am Kontakt zu Menschen haben und keinerlei Anzeichen von Aggressionen. Selbst in anstrengenden Situationen sollte er weder fiepen noch bellen.

Zudem sollte auch der Therapeut über ein hohes Einfühlungsvermögen gegenüber dem Hund aufweisen. Bereits die Gewöhnung an Menschen mit Erkrankungen oder Behinderungen erfordert ein sensibles Gespür und viel Geduld. Nur so kann der Hund seine Rolle im Team Mensch-Hund erkennen und in die therapeutischen Aufgaben hineinwachsen. Zudem sollte der Einsatz für den Hund immer zumutbar sein. Auf diesem Wege entsteht ein stabiles Team, das miteinander jede Hürde meistern kann und einen großen Nutzen für alle Beteiligten mit sich bringt.   

Größte Herausforderung in der Ausbildung stellt die aktive Einbindung des Hundes dar. Dabei handelt es sich um verschiedene Aktivitäten in der Einzel- oder Gruppentherapie. Die Anzahl der Therapieteilnehmer spielt eher eine untergeordnete Rolle.

Ziel der therapeutischen Maßnahmen mit Hund ist das Erreichen einer bestimmten Ebene. Innerhalb der Ausbildung wird das Team Mensch-Hund umfassend auf diese spezifischen Aufgabenbereiche vorbereitet. Eine individuelle Begleitung sollte dabei im Vordergrund stehen, da jedes Team unterschiedliche Bedürfnisse oder Anliegen haben kann. Aus diesem Grund kann die Ausbildung sowohl in der Gruppe als auch im Einzeltraining stattfinden. Die Teilnehmeranzahl im Gruppentraining wird so gering wie möglich gehalten, um die individuellen Bedürfnisse der Teams im Blick behalten zu können.  

Zu Beginn erfolgt, zum Beispiel bei Sattt Inh. Annika Rügen, die Vermittlung der Basisschwerpunkte einer Therapiehundeausbildung. Dazu zählen die Gewöhnung an ungewöhnliche Bewegungsmuster (Rollstühle, Gehhilfen), Geräusche (Instrumente, Schreie), optische Reize (Umhänge, Regenschirm) oder verschiedene Umweltsituationen (glatte Böden, Aufzüge, Menschenmassen). Außerdem lernt der Hund sich von nichts aus der Ruhe bringen zu lassen. Später werden die speziellen Anliegen des jeweiligen Praxisbereichs erörtert und entsprechend in der Praxis umgesetzt. Je nach Schwerpunkt kann der Einsatz in Schulen und Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, Psychiatrien oder bei Einzelpersonen im Privatbereich stattfinden.


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